Gedanken eines Veranstalters


Drei bis zwei Monate vor der Veranstaltung:

Ist ja noch genug Zeit, schauen wir mal nach einer Strecke.


Ein Monat vor der Veranstaltung:

Geschafft, die Strecke ist geschrieben, muss nur mehr kontrolliert werden.


20 Tage vor der Veranstaltung:

Endlich den ersten Teil der Strecke kontrolliert, für den Rest ist ja noch Zeit.


14 Tage vor der Veranstaltung:

Das Kontrollieren zum fünften Mal verschoben, ist ja noch genug Zeit.


10 Tage vor der Veranstaltung:

Die Strecke bis in die Nacht kontrolliert, passt alles, jetzt war´s aber schon knapp.

Mit den Gasthäusern ein Menü ausgemacht.


7 Tage vor der Veranstaltung:

Medaillen besorgt, alle Funktionäre motiviert mitzumachen, zum Wettergott gebetet, dass das Wetter passt. Ein Opfer suchen das die Strecke nach Roadbook abfährt.


2 Tage vor der Veranstaltung:

Die Roadbooks sind fertig, was haben wir alles vergessen? Panik kommt auf.


Der Tag davor:

Zettelkrieg, Schilder herrichten, um die Uhren kümmern, Auto einräumen, hoffen daß nichts fehlt.


DER Tag:

Schlecht geschlafen, Rallyebüro eröffnet, keiner kommt. Panik.


Eine Stunde vor dem Start:

Alle sind gleichzeitig da, Funktionäre fehlen, Tumult, Lärm, extreme Panik.


½ Stunde vor dem Start:

Startliste drucken - der Drucker geht nicht. Die letzten Funktionäre kommen locker entspannt weil sie ja genug Zeit haben.

Vorbereitung für die Fahrerbesprechung und Roadbookausgabe.

Fahrerbesprechung ist vorbei alle haben das Roadbook, Ruhe unter den Teilnehmern.


Start bis Ende der Veranstaltung:

Alle Teilnehmer sind auf der Strecke.

Schweißausbruch sobald das Telefon läutet, alles läuft  gut, das Wetter hat gehalten.

Die Stimmung wird etwas lockerer, nur mehr leichte Panik.


Das Ziel:

Schwere Erleichterung sobald der erste Teilnehmer im Ziel ist, das Roadbook hat gestimmt, habe es gewusst aber nicht geglaubt, jetzt ist es sicher. Die Panik ist weg.

Im Ziel Sekt trinken und ein nettes Plauscherl führen, alle lachen.


Finale und Siegerehrung:

Die Auswertung dauert ewig,  die Teilnehmer haben was zu essen, die Stimmung steigt.

Die Siegerehrung läuft, versuche die Namen richtig zu lesen, das Ende naht.

Es ist vorbei, alle klatschen, wir haben es gut gemacht.

Lob an die Funktionäre ausgesprochen, Erleichterung.


Der Tag danach:

Die ersten Mails kommen an, da ist ein Fehler auf der Homepage – schau mal, im Roadbook waren nur bei diesem Teilnehmer ein paar KM-Angaben falsch, das hat den Sieg gekostet. Hilflosigkeit macht sich breit.


Gedanken zum Abschluß:

ICH mach das nie wieder, der Stress ist das nicht Wert, soll das doch ein anderer machen.


10 Monate später:

Schauen wir mal ob wir eine ordentliche Strecke finden ... und die Fehler die wir letztes Jahr gemacht haben passieren uns sicher nicht wieder... (wir brauchen die alten auch nicht, gibt ja genug neue)


Ist natürlich alles frei erfunden, Ähnlichkeiten sind rein zufällig.